Re-Endodontie-Behandlung
Eine Re-Endodontie ist die erneute Behandlung des Wurzelsystems eines Zahnes nach einer vorangegangenen erfolglosen Wurzelbehandlung.
#Ist eine erneute Wurzelkanalbehandlung notwendig?
Die häufigste Indikation für eine erneute Wurzelkanalbehandlung ist eine persistierende Infektion im Wurzelsystem des Zahnes. Dies betrifft Zähne, die bereits wurzelkanalbehandelt wurden, wobei die ursprüngliche Behandlung aufgrund unzureichender Nachbehandlung (Lockerung der Zahnsubstanz, ungenaue Kronenversorgung – Reinfektion), unzureichender Wurzelkanalbehandlung (unzureichende mechanisch-chemische Aufbereitung der Wurzelkanalwände, Einbringen einer Infektion in das Wurzelsystem während der Behandlung, unzureichende Füllung der Kanäle, Nichtauffinden aller Wurzelkanäle usw.) fehlgeschlagen sein kann.
#Fragen und Antworten
- Wie läuft eine erneute Wurzelkanalbehandlung ab?
-
Das Behandlungsverfahren entspricht dem einer Wurzelkanalbehandlung. Der Unterschied besteht in der Notwendigkeit, die infizierte Wurzelfüllung vollständig zu entfernen, was die Behandlungsdauer deutlich verlängern kann. Zudem besteht ein höheres Risiko einer Wurzelkanalverstopfung (häufig durch abgelöste Instrumente, Obliteration oder Einkerbungen in den Wänden nach einer Vorbehandlung) und damit ein höheres Risiko eines Behandlungsversagens.
- Wie ist die Prognose für eine erneute Wurzelkanalbehandlung?
-
Die Prognose einer Wurzelkanalrevision ist je nach Komplexität des Eingriffs sehr unterschiedlich. Die Erfolgsrate liegt zwischen 70 und 75 %.
- Wäre es nicht besser, den Zahn ziehen zu lassen?
-
Derzeit gibt es keinen Zahnersatz, der den natürlichen Zahn in der Mundhöhle vollständig ersetzen kann. Eine Wurzelkanalbehandlung bzw. eine Wurzelkanalrevision ist daher die erste Wahl. Nur wenn diese Therapie nicht erfolgreich ist, wird ein Zahnersatz durch ein Transplantat, ein Implantat, eine Brücke oder eine herausnehmbare Prothese empfohlen.