Es bietet Innovationen in einer Vielzahl von Anwendungen, darunter verschiedene Visualisierungsmodi, blendfreies Licht, einen Truelight-Modus und sogar einen Fluoreszenzmodus, der die Darstellung von bakteriell befallenem Gewebe deutlich verbessert. Es verfügt über eine Kamera mit Full-HD-Auflösung und eine Netzwerkschnittstelle (kabelgebunden und WLAN). Das Kamerabild wird permanent auf einem LCD-Bildschirm im Behandlungszimmer angezeigt, sodass die Assistenzkraft den Arzt während des Eingriffs genau beobachten und entsprechend assistieren sowie die nächsten Schritte antizipieren kann. Das Bild der Mikroskopkamera dient auch der Schulung von Kollegen in präziser mikroskopischer Arbeit. Es kann auf einem Server gespeichert werden, und die gesamte Leistungsaufzeichnung hilft bei der Analyse des Eingriffs – vergleichbar mit einem Farbstift in der Hand von Sportkommentatoren während eines Spiels.
Ein wesentlicher Bestandteil einer gültigen Untersuchung ist die CBCT (Kegelstrahl-Computertomographie).
Es ist der Goldstandard der medizinischen Bildgebungstechnologie. Dabei werden gerichtete, divergente Photonen mit der höchsten Energiedichte auf der Oberfläche des Pupillenkegels verwendet, deren Energie im Röntgenbereich liegt. (Viele Grüße an alle Fans von Röntgenstrahlung, 5G-Netzen und andere Verschwörungstheoretiker, meist ohne Physikkenntnisse.) Das Gerät rotiert um den Kopf, und die Photonen werden von einem Sensor erfasst. Die gewonnenen Daten werden mathematisch in ein 3D-Modell umgewandelt und visualisiert. Es ist derzeit die einzige Möglichkeit (Magnetresonanztomographie – MRT – ist in der Zahnmedizin nicht geeignet), innere Strukturen ohne chirurgischen Eingriff in 3D darzustellen.
Die digitale Volumentomographie (DVT) ermöglicht die detaillierte Visualisierung der Zahnhartsubstanzen, ihrer Lagebeziehungen, ihres Zustands und von Pathologien in verschiedenen Stadien. Insbesondere lassen sich die anatomische Form und der Verlauf der Wurzelkanäle darstellen, die optimale Implantatpositionierung in Abhängigkeit vom Knochenangebot an der jeweiligen Stelle präzise planen, Veränderungen des Parodontalgewebes erkennen, asymptomatische Entzündungen in der Mundhöhle identifizieren und vieles mehr. Für die Kieferorthopädie ist die DVT unverzichtbar. Ein einfaches Beispiel: Die DVT-Bestätigung vorheriger Röntgenuntersuchungen zeigt Zahnkeime, die auf einem klassischen 2D-Röntgenbild (OPG) nicht sichtbar wären und zu einer Fehldiagnose führen könnten.
Ein weiterer unverzichtbarer Helfer ist der 3shape Intraoralscanner. Er ist einerseits ein kleines, technologisch hochentwickeltes Gerät und andererseits eine leistungsstarke Software mit umfassenden Tools und Analysefunktionen, die es uns ermöglicht, Daten aus verschiedenen Quellen zu verknüpfen (DVT, Mikroskop, Fotos, 3D-Modell der Mundhöhle, dynamischer Biss). Die so verknüpften Daten – vor wenigen Jahren noch unvorstellbar – ermöglichen die Simulation der gesamten Behandlung, die detaillierte Planung von Eingriffen (Implantologie, Kieferorthopädie, Prothetik), die systematische Kontrolle des Behandlungsverlaufs, die Ergebniskontrolle, die gleichzeitige Zusammenarbeit verschiedener Zahnärzte, die Gestaltung von Zahnersatz (Onlays, Overlays, Kronen, Brücken, Implantatprothesen, Veneers) – und all dies mit höchster Präzision, in kürzester Zeit und ohne menschliche Fehler. Ein authentisches Modell Ihrer Zähne aus Ihrer Jugend kann dauerhaft aufbewahrt und später für jegliche Zahnrestaurationen verwendet werden. Mit all den Vorteilen der digitalen Welt, schnelle Verbreitung (Verfügbarkeit der Daten für das Labor, kooperierende Ärzte usw.) und nicht verlustbehaftete Informationen usw.