#Kurz zusammengefasst in Punkten
- Ein einzigartiger Ansatz für Parodontitispatienten: Wir behandeln Parodontitis nicht-chirurgisch.
- Unterschätzen Sie Parodontitis nicht, auch wenn sie keine Schmerzen verursacht; sie ist die häufigste Ursache für Zahnverlust bei Erwachsenen.
- Die Behandlung der Parodontitis (im Volksmund auch als „Parodontalerkrankung“ bekannt) ist eine spezielle Mundreinigung, die Ihre eigenen gesunden Zähne erhält.
- Präzise Reinigung der Zahnwurzeln mit Küretten unter Vergrößerungsgläsern mit 4,5-facher Vergrößerung
- Im Zentrum von Prag (in der Nähe des Karlsplatzes) und von überall gut erreichbar, kommen Sie für Qualität, täglich von 07 bis 21 Uhr.
- Lesen Sie weiter ein Interview im Abschnitt mit unseren führenden Dentalhygienikerinnen darüber, wie wir Parodontitis behandeln. blog.
#Parodontitispatient
Parodontaluntersuchung Beinhaltet intraorale und extraorale Fotografien, 3D-Röntgenaufnahmen, 3D-Kieferscans mit Analyse der Belastung der Zahngruppe, der Überlastung einzelner Zähne, des Parodontalstatus: Um jeden Zahn herum bestimmen wir die Zahnfleischblutung, die Lockerung des Zahnes, die Freilegung von Furkationen bei mehrwurzeligen Zähnen, den Zahnfleischrückgang/-anlagerung/-rezessionen, die Tiefe der Zahnfleischfurche/des Parodontalstamms.
Parodontalbehandlung Die Behandlung ist schmerzfrei und erfolgt unter örtlicher Betäubung. Sie folgt einem strengen Behandlungsprotokoll. Die Parodontitisbehandlung besteht in der gründlichen Reinigung der Zahnhälse unter einer Zeiss-Lupe (4,5-fache Vergrößerung; die hohe Vergrößerung ermöglicht es, selbst kleinste Ablagerungen zu erkennen). Es handelt sich um eine nicht-chirurgische Methode nach Prof. F. Graziani. Nach der Entfernung des Zahnsteins, der sich meist am Grund der Zahnhälse ablagert, setzen die Regenerationsprozesse ein und das Zahnfleisch beginnt sich wieder an die Zahnwurzel anzulagern. Dies geschieht durch sorgfältige manuelle Arbeit mit Küretten, wobei wir jedem Zahn einzeln Aufmerksamkeit schenken. Das gesamte Gebiss muss stets behandelt werden. Die Behandlungsdauer beträgt maximal zwei bis drei Wochen, selbst bei fortgeschrittener Parodontitis. Vor der eigentlichen Zahnreinigung werden lockere Zähne mit Parodontalschienen versorgt. Wir werden Ihre Krankengeschichte sorgfältig prüfen und Ihnen gegebenenfalls orale Antibiotika verschreiben. In bestimmten Fällen führen wir bakteriologische Untersuchungen durch. Auf dem 3D-Röntgenbild beurteilen wir die Tiefe und Ausdehnung der Defekte sowie periapikale Läsionen, die mit dem Parodontalstamm verbunden sein können. Bei Nachweis einer periapikalen Läsion mit Verbindung zum Parodontalstamm ist eine mikroskopische Wurzelkanalbehandlung des betroffenen Zahnes indiziert, da dies den Erfolg der Parodontitisbehandlung maßgeblich beeinflusst. Ebenso wie um den Zahn herum kann es auch um Implantate herum zu Entzündungen (Periimplantitis) kommen. Die Behandlung der Periimplantitis erfolgt nach einem separaten Protokoll, das sich nach dem Ausmaß der Schädigung des Implantat-Anhaftungsgewebes richtet. Dank kieferorthopädischer Behandlung in jedem Alter wird die Zahnbelastung reduziert, die Zahnstellung verbessert, die Mundhygiene erleichtert und – in Kombination mit einer Parodontitisbehandlung – die Lebensdauer des gesamten Gebisses deutlich verlängert.
#Haben Sie Parodontitis? Sie wird durch Messung des Zahnfleischrandes und Röntgenaufnahmen diagnostiziert.
Ihre regelmäßige Mundhygiene sollte stets die Überprüfung der Zahnfleischsaumtiefe umfassen, um eine teilweise Vertiefung des Zahnfleischsaums festzustellen. Dies kann auf eine beginnende Parodontitis hindeuten (die durch eine Röntgenaufnahme bestätigt werden muss). Bei frühzeitiger Erkennung einer beginnenden Parodontitis und gründlicher Reinigung erfolgt eine nahezu vollständige Heilung. Der Zahnfleischsaum erreicht wieder seine optimale Tiefe (Gingivahyperplasie).
#Fortschritt
Die Entzündung beginnt als Gingivitis und schreitet dann als Parodontitis fort. Das bedeutet, dass die Entzündung den Knochen erreicht und sowohl den Knochen als auch das Zahnfach schädigt. Eine gesunde Zahnfleischtasche ist 2–3 mm tief. Bei einem geschädigten Zahnfach und dem umliegenden Knochen vertieft sich die Zahnfleischtasche auf über 3 mm. Diese Vertiefung wird als Zahnfleischtasche bezeichnet. Anfangs handelt es sich um einen lokal begrenzten, vertikalen Defekt, der sich dann ausdehnt und vertieft. Erreicht die Zahnfleischtasche den gesamten Zahnumfang bis zur Wurzel, lockert sich der Zahn und fällt schließlich aus.
#Die häufigste Patientengruppe
Flache und tiefe Zahnfleischtaschen (z. B. 4–7 mm) müssen umgehend gereinigt werden, ohne auf eine Verschlimmerung zu warten. Tückisch ist, dass Parodontitis in diesem Stadium schmerzlos ist und klinisch einer einfachen Gingivitis ähnelt. Dieser Befund kann auch bei relativ jungen Patienten auftreten. Häufig ist er bei Patienten zwischen 30 und 40 Jahren mit durchschnittlicher Mundhygiene zu beobachten. Die Reinigung der Taschen ist zwar aufwendig, erzielt bei diesen Patienten aber die besten Ergebnisse. Die Entzündung schreitet nicht tiefer als 8 mm fort. Dadurch wird Zahnverlust durch Parodontitis im späteren Leben verhindert. Diese Patientengruppe benötigt keinen chirurgischen Eingriff. Parodontitis und Pulpitis treten in der Regel nicht gemeinsam auf, daher ist eine Zusammenarbeit mit einem Endodontologen in einer Sitzung nicht notwendig. Es empfiehlt sich, den Zustand des Parodontiums zu beobachten und gegebenenfalls eine Behandlung einzuleiten. Diese ist am schonendsten und führt dennoch zu hervorragenden Ergebnissen, indem die Patienten ihren Heilungsprozess anregen.
#Spezialisierte Behandlung von fortgeschrittener Parodontitis
Je größer der Schaden, desto schwieriger die Behandlung. Dennoch bietet Ihnen unsere Einrichtung die einzigartige Möglichkeit, Ihre eigenen Zähne zu erhalten. In tiefen Zahnfleischtaschen von über 12 mm ist die Reinigung schwierig. Fehlendes Knochengewebe kann durch künstliches Knochenmaterial ersetzt werden. Bei offenen Kürettagen werden die geschädigten Bereiche gereinigt, das fehlende Knochengewebe ergänzt und die Heilung stets durch eine Antibiotikatherapie unterstützt. In Kombination mit einer anschließenden kieferorthopädischen Behandlung erzielen wir in jedem Alter hervorragende Ergebnisse.
#Aggressive Parodontitis
Lokalisierte/generalisierte aggressive Parodontitis
Die häufigste Diagnose bei Patienten erfolgt in der Pubertät. In lokalisierten Fällen finden sich Parodontalzellen an den Schneidezähnen und den ersten Backenzähnen. Zur Früherkennung ist es daher notwendig, im Rahmen der regelmäßigen Mundhygiene die Tiefe der Zahnfleischfurche zu messen. Die Ursache ist sowohl genetisch bedingt – bei Patienten mit geschwächtem Immunsystem wird häufig auf eine familiäre Häufung geachtet – als auch durch das Vorhandensein aggressiver Bakterien. Für die Behandlung von Parodontitis ist ein anderes Protokoll erforderlich als für die Behandlung anderer Parodontitis-Patienten.